Lehrgang für Waffensachkunde

Seit dem Jahr 2000 bieten wir bundesweit Lehrgänge und Prüfungen zur Erlangung des Waffensachkundnachweises gemäß § 7 Waffengesetz, inklusive § 19 und § 28 an.

Sportschützen und Bootsführer
Sportschützen und Bootsführer legen die Prüfung der Waffensachkunde für Erlaubnisse nach § 10 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, Abs. 4 Satz 1 WaffG ab.
Die erworbene Sachkunde ist ausreichend für die Erteilung aller waffenrechtlichen Erlaubnisse, mit Ausnahme der § 19, § 26 und § 28 WaffG.

Der Lehrgang erstreckt sich über zwei Tage zu je acht Stunden, normalerweise zwei Samstage im Abstand von 14 Tagen.
Am ersten Tag werden vormittags die theoretischen Inhalte in Anlehnung an den Fragenkatalog behandelt. Nachmittags wird der sichere Umgang mit Kurzwaffen trainiert.
In den 14 Tagen bis zum zweiten Tag sollen die Fragen aus dem Fragenkatalog eigenständig gelernt werden. Offene Fragen werden dann am zweiten Tag vormittags geklärt und die Handhabung von Kurzwaffen und Langwaffen bis zum Nachmittag fortgeführt.
Im Lauf des Nachmittags des zweiten Tages wird die schriftliche Prüfung anhand des Fragenkatalogs gefolgt von der praktischen Prüfung über den sicheren Umgang mit Kurzwaffen und Langwaffen durchgeführt.
Werden beide Prüfungen bestanden, so folgt im Anschluss das praktische Schießen.

Bewachungspersonal und gefährdete Personen
Bewachungspersonal und gefährdete Personen legen die Prüfung der Waffensachkunde für Erlaubnisse nach § 10 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, Abs. 4 Satz 1 WaffG ab.
Die erworbene Sachkunde ist ausreichend für die Erteilung aller waffenrechtlichen Erlaubnisse, mit Ausnahme des § 26 WaffG.

Zusätzlich zu den beiden Tagen analog des Lehrgangs für Sportschützen und Bootsführer erstreckt sich der Lehrgang für Bewachungspersonal und gefährdete Personen auf einen weiteren Tag, an dem Fallbeispiele erarbeitet werden.

Die Prüfung ist identisch zu der von Sportschützen und Bootsführern mit dem Unterschied, dass der sichere Umgang nur mit Kurzwaffen geprüft wird. Auf Wunsch kann die praktische Handhabung auch mit Langwaffen erfolgen, dann ist der Sachkundenachweis auch für ein schießsportliches Bedürfnis ausreichend.

Prüfung

Die Prüfung besteht aus drei Teilen.

Der erste Teil beinhaltet Fragen aus dem Fragenkatalog des Bundesverwaltungsamtes für die Sachkundeprüfung gemäß § 7 Waffengesetz in der Fassung vom 13.07.2018 und umfasst folgende Inhalte.

Inhalte der schriftlichen Sachkundeprüfung
  1. Waffenrecht und sonstige Rechtsvorschriften
    1. Begriffe des Waffenrechts
    2. Rechte und Pflichten
    3. Kennzeichnung von Waffen und Munition
    4. Aufbewahrung von Waffen und Munition
    5. Notwehr und Notstand
  2. Waffentechnik (Waffen, Munition, Geschosse)
  3. Handhabung von Waffen
  4. Not- und Seenotsignalmittel

Die Fragen des Fragenkatalog Stand 13.07.2018 für die Sachkundeprüfung gemäß § 7 Waffengesetz stehen in dem Sachkundetrainer als Prüfungsvorbereitung zur Verfügung.

Im zweiten, praktischen Teil wird der sichere Umgang mit Kurzwaffen und bei Sportschützen und Bootsführern auch mit Langwaffen geprüft. Auf Wunsch können sich auch Bewachungspersonal und gefährdeten Personen im Umgang mit Langwaffen prüfen lassen.

Abschließend folgt im dritten Teil das praktische Schießen.

AG Waffensachkunde

Lehrgänge und Prüfungen werden von erfahrenen Sportschützen, Jägern und Sachverständigen durchgeführt und sind beim Landratsamt Regensburg als Nachweis der Waffensachkunde für Erlaubnisse nach § 10 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, Abs. 4 Satz 1 WaffG seit 23.11.2000 unter der Zulassung III/4 registriert.